Entsetzliche Tragödie in Altmühlmünster am 07. Juli 1947
 Eine explodierende Handgranate zerfetzt drei spielende Kinder in Altmühlmünster. Der 11 jährige Knabe Wastl Schlagbauer und sein 12 jähriger Freund Michl Breitmoser sterben noch an der Unglücksstelle nachdem der hinzugeeilte Pfarrer Franz Vogl ihnen noch die letzte Ölung geben konnte. Der 13 Jährige Josef Schlagbauer erliegt einen Tag später seinen schweren Verletzungen und stirbt im Krankenhaus in Dietfurt.
Zwei Jahre nach Kriegsende kamen diese Kinder durch eine tödliche Kriegswaffe ums Leben  deren Herkunft nicht geklärt werden konnte.
Georg Breitmoser aus Meihern erinnert sich noch sehr gut daran, wie er an diesem sonnigen Montag im Juli mit den anderen Schülern der Altmühlmünsterer Dorfschule durch das Treppenhaus tobte und sich wie alle anderen über das Unterrichts Ende freute. Auf der Treppe wurde er von Wastl Schlagbauer überholt und kurz aufgehalten. "Heute gibt es noch an Knall", flüsterte dieser freudig strahlend und mit geheimnisvoller Geste. Georg Breitmoser wurde neugierig und fragte: "Was für an Knall, los sag schon". Doch der Wastl schwärmte nur noch einmal von seinem bedeutungsvollen "Knall" und rannte schnell die Treppe hinunter und aus der Schule und nahm sein Geheimnis mit nach Hause. Georg Breitmoser dachte sich nichts mehr dabei und am Nachmittag arbeitete er mit seinem Vater in Meihern im Wald. Am späten Nachmittag war die Explosion auch noch  in Meihern laut und deutlich zu hören und Georg Breitmoser hatte alsbald die schreckliche Gewissheit, dass der "Knall" seine drei Schulkameraden so erbarmungslos tötete. Pfarrer Franz Vogl war tief betroffen über den Verlust seiner Ministranten und erinnerte sich in seiner Grabrede daran, dass die beiden Schlagbauernkinder erst am Sonntag zu ihm kamen und jeder eine Hl. Messe für ihren Bruder Michael aufschreiben ließ, der am Feste "Peter und Paul" in der Altmühl ertrunken ist. Nur ein Jahr später, im Jahre 1948 erhielten die Eheleute Maria und Johann Schlagbauer die Nachricht, dass ihr Sohn Heribert auf dem "Schlachtfeld der Ehre" gefallen ist.

Das Haus der Fam Schlagbauer in Altmühlmünster
Im Bild: Vater Schlagbauer mit Söhnen und Tochter Rosemarie. Letztere heiratete Alfons Semmler aus Meihern. Der letzte Sohn zog nach Kevenhüll.
Das Haus gehörte anschließend der Familie Bichler.

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