Herr Lehmeier Johann aus Deising hat Gott sei Dank von 1970 aus die Kirchengeschichte weiter geschrieben.

Bemerkenswert der mittelalterliche, romanische Klostertorturm im rechten Gemälde der bis zum Jahre 1586 dem alten Kloster - Konventbauxin besonderes Gepräge gab. Ein Kupferdruckstich von Josef, Anton Ertl Ende des 16. ten Jahrhunderts zeigt diesen Turm in der gleichen stilistisch, romanischen Bauweise. Ein Beweis dafür, dass die gesamte Klosteranlage zwischen 1580/90 grundlegend verändert und erweitert wurde. Ein weiterer Beweis ist der imposante Stich von Michael Wening um 1700 der die Comenthur Altmühlmünster aus der gotischen Stilperiode veranschaulicht. In den wirren des dreißigjährigen Krieges hatte auch Altmühlmünster schwer zu leiden, die Klostergebäude wurden nach gründlicher Plünderung in Brand gelegt und zur Hälfte zerstört. Mündliche Überlieferungen zufolge, wurden die Konventbrüder bis auf einen der sich in der Kirche versteckt hielt, ermordet. 1639 brach die Pest aus, die wiederum Menschenleben forderte. Weitere Freskengemälde aus der Johanniter- Klosterzeit zierten auch die ehemalige Klosterschänke, dass alte Wirtshaus Gerstner mit dem hl. Wendelin, dem hl. Simon und den hl. Michael. Das Malteserkreuz in der Mitte und eine Szene viehraubender, schwedischer Soldaten, vermutlich als sichtbare Erinnerung an den dreißigjährigen Krieg, vervollständigten diese Gruppe.
Für unsere Chronik.
Am Dienstag den 05. Juli 1965 kam in unsere Pfarrei Altmühlmünster, der Weihbischof Josef Hiltl aus Regensburg, zu einem kurzen Besuch in die Pfarrkirche. Es versammelten sich gegen 17.00 Uhr die Firmkinder der Pfarrei, die vormittags in Riedenburg gefirmt worden waren.
Ferner die Männer und Frauen und Kinder, die gerade anwesend waren um H. Herrn Weihbischof zu empfangen, der zehn Minuten nach 17.00 Uhr eintraf, begleitet von seinem Sekretär, dem Domvikar Spießl und dem H. Herrn Kammerer Fischer von Riedenburg. Der Bischof begrüßte die anwesenden Leute, vor allem Kirchenräte, den Bürgermeister, die alten Leute und die Kinder, gab den Kleinkindern den Segen auf die Stirne und zog dann in die Kirche ein. Mit einem Lied begrüßten alle den Bischof. eine kurze Begrüßungsansprache durch H. Herrn Pfarrer Mulzer gab der Freude Ausdruck, dass wir heute den H. Herrn Weihbischof hier sehen dürfen. Ferner wurde ihm die Kirche kurz erklärt, was Alter und Einrichtung betrifft. Der Bischof antwortete mit einer kleinen Ansprache in der er die schmucke Kirche lobte, den Eifer der Gemeinde im Glauben und dass ein Kind ihm vor der Firmung eine treffliche Antwort gegeben habe....
 Manche teilte der Bischof Erinnerungszeichen in Form eines Bildes aus.
Mit dem Geläute der Glocken fuhr dann der Weihbischof weiter zur Pfarrei Mühlbach und in die Wallfahrtskirche Griesstetten, wo ihn ebenfalls eine kleine Gemeinde begrüßte und P. Magister eine Erklärung der Kirche gab. Die Pfarrgemeinde freute sich, auch einmal den Besuch des Bischofs Graber empfangen zu dürfen, der schon einmal geäußert hat, dass er gerne bei Gelegenheit das ehemalige Münster der Johanniter besuchen wolle.
Im Jahre 1966 wurde das Kirchenäußere der Pfarrkirche Altmühlmünster renoviert. Nach langen Verhandlungen konnte das Werk im August beginnen. Zuerst wurde alles mit Stahlgerüst eingerüstet, dann kam der alte Verputz herunter, der zu dick aufgetragen war und zuletzt wurde mit Sandstein - Löschkalk der neue Verputz aufgetragen, bis dann der Anstrich mit den Farben erfolgte in elfenbeinweiß.
Aus dem Leben der Pfarrei Altmühlmünster.
Das geistige Leben in der Pfarrei Altmühlmünster war in der Weihnachtszeit reichhaltig.
In der heiligen Nacht war der Gottesdienst durch ein Vorspiel ausgezeichnet, dass durch 4 Jungmänner aufgeführt wurde. Es war ein Spiel auf die Denkweise der Jugend zugeschnitten. Der Grundgedanke war: Vier junge Leute wollen die hl. Nacht einmal in der Natur erleben, sie begeben sich auf einen Berg der Umgebung, Roßkopf genannt und besprechen in ihrer Art Sinn und Geschehnisse der heiligen Nacht. Ein Höhepunkt war dabei, ein Adventsruf, den sie analog den alten Propheten selber dichteten und sangen. Die Christmette verlief in erhabener Art.
Nach Weihnachten gedachte die Gemeinde des 50-jährigen Mesnerjubiläums, des Simon Greiner von Altmühlmünster. Ein Geschenkkorb wurde ihm überreicht, zusammen mit einem großen Bild, das ihn als Mesner vor der Kirche zeigt, die Kirchenschlüssel in der Hand. In der Zeit nach Neujahr wird in der Pfarrei auch das Brauchtum der Sternsinger gepflegt, die von Haus zu Haus ziehen und singend von ihrem Gang nach Bethlehem erzählen. Die Gaben, die dabei gereicht werden, dienen in diesem Jahr wiederum dem Missionar Tratz in Südafrika.
Die Gottesdienste waren zahlreich besucht und viele feierten Kommunion.
Alle sind dankbar über den glücklichen Verlauf der Weihnachten 1968.
Nachruf.
Auf Wunsch unseres langjährigen und hochverdienten Kirchenpflegers, als auch 1. Bürgermeister der ehemaligen Gemeinde Altmühlmünster, Herrn Michael Schaumann versuche ich seine Chronik fort- zuschreiben so gut ich kann.
Es fällt mir nicht leicht einen so geistreichen als auch sprach- und schreibkundigen Mann wie den "Schaumannopa" zu kopieren. Als Verfasser der Geschichte über die Pfarrei Altmühlmünster, bestehend aus den Ortschaften, Flügelsberg, St. Gregor und Laubhof, bis zum 31.12.1977 mit der politischen Gemeinde Meihern identisch, kann ich sehr wohl beurteilen, dass solcher Art Aufzeichnungen nicht nur als Fleißarbeit zu werten sind, vielmehr Idealismus und innere Beziehung zu unserer Geschichte ein solches Werk entstehen lassen können.
Für seine in mühseliger Kleinarbeit erstellte Chronik sollen von Ihm überaus großen Dank, als auch für seine Verdienste als Kirchenpfleger vom Jahre 1919 bis zum Januar 1966,
  Deising am 01. Januar 1977 Johann Lehmeier
Ein altes Sprichwort sagt:" was lang dauert wird gut".
Und so fange ich halt in Gottes Namen in der Hoffnung an, es dem Schaumann Opa gleich zu tun.
Die Zeitlücke in der Fortschreibung bitte ich zu entschuldigen. Meine Pflichten und Auslastung als letzter Bürgermeister der ehemals selbstständigen Gemeinden Meihern - Deising - Altmühlmünster, (zuletzt seit 1971 nur eine Gemeinde Namens Meihern) ließen es nicht zu, nahtlos weiterzuführen.
Über ein Jahrzehnt ist seit dem Ableben meines Vorgängers vergangen. Ich verwende also meine Erinnerung und sonstige noch vorhandene Unterlagen. Ich ersuche heute schon dieses Buch nicht auf einer Dachkammer oder sonst wo vergilben zu lassen, in diesem Sinne beschließe ich meine und meines Vorgängers Wünsche.
Neubau des Friedhofes.
Nach Abschluss der Außenrenovierungen der Pfarrkirche im Jahre 1966 folgte sodann der Neu- und Erweiterungsbau des bis dahin unzulänglichen Friedhofes. Das neu zu bauende Leichenhaus hatten die politischen Gemeinden Meihern und Altmühlmünster zu übernehmen. Besonders problematisch war hierbei die Verlegung von allen Gräbern in eine Neuanlage, insbesondere im unteren Friedhofsbereich. Dort bestanden größtenteils nur Einzelgrabstätten, welche zu Doppel, bzw. Familiengrabstätten zusammengelegt wurden. So mancher sollte deshalb das Grab des Nachbarn seinem Eigenem anverleiben, was aber wegen der Vielfalt der Umstände nicht ging, dass hierbei die vielen Meinungsverschiedenheiten in unschöne Streitereien ausarteten, sei nur am Rande vermerkt. H. Herr Pfarrer Mulzer, bekannt für seine Güte und Umsicht konnte schließlich die Ordnung wieder herstellen.
Als weiteres und nicht geringeres Problem erwies sich die Neuanlage des Friedhofes, sowie dem Platzmangel zum Leichenhausneubau an dessen Stelle bis dorthin das alte und baufällige Seelenhaus stand. Um Platz zu gewinnen wurde dieses kurzerhand abgebrochen. Von den Land- und Gastwirtseheleuten Hofbauer musste außerdem eine Teilfläche ihres Gemüsegartens dazu erworben werden.
Die neu gekaufte Fläche ist 145 groß und kostete 1.220.00 DM. Die größte Fläche des oberen Friedhofes aber stellte Frau Gertrud Prelop unentgeltlich zur Verfügung. Der edlen Stifterin gebührt daher unser besonderer Dank, Gott vergelt's Ihr.'
Das größte Problem aber lag in der Aufbringung der Finanzmittel für das gesamte Bauvorhaben, da erst im Jahre 1966 die Pfarrkirche außen renoviert wurde und Rücklagen so gut wie keine vorhanden waren. Einerseits kein Geld, andererseits kein Platz für neue Gräber. Allerorts wurde der Münsterer Friedhof besonders bei Ortsbesichtigungen als Schandfleck der Pfarrei bezeichnet. Die meisten Grabsteine hatten nach allen Seiten hin Schlagseite wie ein Haufen Betrunkener, einige fielen sogar um. Die Baufirma Max Templer aus Zell unterbreitete uns ein Kostenangebot von rund 80.000.00 DM (achtzigtausend Deutsche Mark) für das geplante Bauvorhaben. Zu Tode erschrocken über eine so hohe Summe mussten wir passen. Woher das viele Geld nehmen ohne zu stehlen, wurde allgemein gesagt.  Zu warten ins Ungewisse ging auch nicht, so machten wir aus der Not eine Tugend. Nach vielem Hin und Her, wenn und aber, griffen wir zur Selbsthilfe, das heißt, die Maßnahme kann nun mittels Hand- und Spanndiensten durchgeführt werden. Mehrere Versammlungen waren notwendig um alle unter einen Hut zu bringen. Herr Pfarrer Mulzer war zu dieser Zeit schon sehr krank, ich entschloss mich daher zusammen mit meinem Spezl. Max Gerstner aus Deising, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Als Baufachleute besaßen wir genügend Erfahrung das geplante durchzuführen.
Darüber hinaus bekleidete ich das Amt des 1. Bürgermeisters der Gemeinde Meihern, zusammen mit dem 1. Bürgermeister der damaligen Gemeinde Altmühlmünster, Herrn Konrad Kürzinger, Laubhof, setzten wir Prioritäten. Drei Wochen hindurch rannte ich in der Pfarrei von Haus zu Haus um die Arbeitstrupps für die jeweiligen Arbeiten einzuteilen. Dabei passierte es öfters, wenn ich rechtzeitig bemerkt wurde, dass sich verschiedene Leute versteckten oder die Haustüre zusperrten um so einem Arbeitseinsatz zu entgehen. An Grobheiten hat es auch nicht gefehlt welche ich anzuhören hatte. Das nur am Rande, ich kannte ja alle meine Pappenheimer und bin selbst nicht auf den Mund gefallen. Mit Pickel und Schaufel, Schlepper und Wagen rückten die Leute an. Das Mauerwerk des baufälligen Seelenhauses, sowie der gesamte Erdabtrag im Leichenhausbereich, als auch der Erdaushub für die Gräberfundamente, nebst alter Friedhofsmauer, mussten per Schlepper größtenteils über die angrenzenden Gärten Prelop und Schnabel nach Meihern abtransportiert werden.
Eine spürbare Erleichterung bei diesen enormen Erdbewegungen war der Seilbagger vom Sommer Sepp aus Meihern. Sozusagen für ein Trinkgeld stellte er seine Maschine und sich selbst in den Dienst der Allgemeinheit.
Beton und Mauerwerksarbeiten im Leichenhausbereich als auch die neue Friedhofsmauer mit Grabsteinfundamenten wurden von den Pfarrangehörigen in selbstloser Weise und ohne jedwede finanzielle Entschädigung zur vollsten Zufriedenheit des Architekten Walter Mayr, Dietfurt, durchgeführt. Der eingesparte Arbeitslohn beim Friedhofsbau also kann Summa Summarum mit 25.000.00 DM beziffert werden. Natürlich entstanden auch einige Unkosten für die freiwilligen Arbeitsleistungen, in Form von Freibier, so an die 2 Maß wurden pro Mann und Tag ausgegeben. Besonders Durstige welche mit dem gereichten Quantum nicht auskamen, deckten ihren Mehrbedarf aus eigener Tasche. Heute zehn Jahre danach darf ich festhalten, dass trotz steigendem Wohlstand eine gleichgroße Maßnahme zugunsten des Allgemeinwohls wohl kaum mehr zustande käme. Darum dürfen wir mit Stolz auf unser Generationswerk verweisen und die nach folgenden Generationen bitten an uns Vorbild zunehmen.
Die Gesamtkosten für den Friedhof ohne Leichenhaus betragen sich laut Schlussrechnung auf 59.545.73 DM.
Zu erwähnen sei noch die St. Anna Kapelle aus dem 17. Jahrhundert, diese stand an der östlichen Friedhofsmauer zum Anwesen Bichler hin. Im Jahre 1918 wurde sie zu einer Kriegergedächtniskapelle ausgestaltet. Diese Kapelle war ein einfacher Bau ohne besonderen historischen Wert. Bei starken Regengüssen und Schneeschmelze lief das Wasser in das Kapelleninnere. Wegen starker Baufälligkeit und somit anstehender Renovierung haben wir sie kurzerhand abgebrochen. Das Landesamt für Denkmalpflege, wie auch das bischöfliche Ordinariat haben den Kapellenabbruch, noch dazu ohne Genehmigung der zuständigen Behörden als grobe und gesetzeswidrige Tat bezeichnet, schon deshalb weil wir das alte Seelen-und Gebeinhaus wo heute das Leichenhaus steht, gleichfalls ohne behördliche Genehmigung abgebrochen hatten.
Man wollte den Kirchenausschuss welchen ich auch angehörte sogar regresspflichtig machen, insbesondere Herrn Pfarrer Mulzer als Ausschussvorsitzenden hat man in die Mangel genommen und Ungehorsam als Amtsperson zum Vorwurf gemacht. Freilich konnte unser Vorhaben auch nicht verhindern und darf hier das Sprichwort zitieren: Wo rohe Kräfte sinnlos walten kann sich kein Amtsschimmel halten!
Heute zehn Jahre danach schon habe ich eine andere Meinung, ging mit dem Abbruch doch ein Stück Geschichte verloren. Vorübergehend waren die Gedenktafeln für die Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges im neu erbauten Leichenhaus untergebracht, aus Gründen der Pietät unseren Gefallenen gegenüber fanden wir diese Lösung als ehrverletzend, die Gedenktafeln standen nämlich am Boden des Leichenhauses und wurden ständig hin- und her geschoben, was verständlicherweise den Unmut Aller hervorgerufen hat. Nach langem Hin und Her und in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Krieger und Soldatenverein wurde schließlich ein würdiger Platz für unsere Toten der beiden Weltkriege gefunden. Rechts am Haupteingang ins Pfarrhaus und in einer Mauernische versenkt befindet sich heute die Kriegergedächtnisstätte. Vordem war in besagter Nische ein Missionskreuz welches an der Friedhofsmauer im oberen Friedhof aufgestellt wurde. Auch zu diesem Vorhaben musste eine baurechtliche Genehmigung eingebracht werden, was auch tunlichst befolgt wurde, im Gegensatz zu den umseitig beschriebenen Abbrüchen. Die Kosten für das neue Kriegerdenkmal hat der Krieger- und Soldatenverein aufgebracht, dabei erwarb sich der Vorstand Johann Bachhuber aus Meihern (Gaukler Hans) besondere Verdienste.
Mit Gottes Hilfe dürfen wir hoffen keinen dritten Völkerkrieg erleben zu müssen.
Nachtrag zum Leichenhausbau.
An der Außenwand des Seelen- und Gebeinhauses (erbaut im 17. Jahrhundert) befand sich ein wertvolles Steinrelief aus Sandstein, gleichfalls aus der Stilperiode des 17. Jahrhunderts, Es stellt eine Kreuzigungsgruppe dar.
Vor Unterbringung derselben im neu erbauten Leichenhaus sollte es renoviert werden, man scheute aber die Renovierungskosten in Höhe von 8.000.00 DM. Ich meine, diese 8.000.00 DM hätten wir auch noch erbracht.
Berichtigung:
Das Relief der Kreuzigung Christi aus Sandstein wird schon um 1460 erwähnt.
"Aus Kunstdenkmäler" Oberpfalz und Regensburg 1908.
Unser Friedhof.
Wie viele Generationen und Geschlechter mögen dort im Wandel der Gezeiten die letzte Ruhe gefunden haben? Und wie viele werden sie dort noch finden? Wir sind nur Sachverwalter allen Irdischen für kurze Zeit! In früheren Jahren und Zeiten sagte man zu Friedhöfen Gottesacker, auch Freidhof, also ein Ort der Freude. Es berührt ja auch keine andere Stätte nach dem Gotteshaus so tief und nachhaltig das Herz eines jeden fühlenden Menschen wie der Friedhof. Fragen wir uns zunächst was unsere Grabdenkmäler ausdrücken wollen und bedeuten sollen. Die Grabdenkmäler überhaupt sollen einmal den Schmerz der Angehörigen über den Verlust eines teuren Dahingeschiedenen und über die Trennung von ihm ausdrücken. Aber gerade auf dem Friedhof schafft unser Christusglaube einen schroffen Gegensatz zum Heidentum, dem der Tod ein trauriger Gang aus der Welt des Lichtes in den Schatten der Finsternis, aus Genuss, Freude und Reichtum in ein düsteres Land der Trostlosigkeit und der Trauer war. Auf heidnischen Grabmälern findet man wenig trostvolle Inschriften, nur Klage und Schmerz.

Meistens häufen sich Ausdrücke wie: Hier ruht des Lichtes beraubt, hier liegt in Finsternis, im Dunkel. Wir aber kranken nicht an jener Hoffnungslosigkeit die kein Jenseits kennt und kein Wiedersehen. Schon die Christen der Katakomben haben auf ihre Grabdenkmäler die Worte wie: Hier ruht in Frieden, im Lichte, in Gott usw. eingetragen. So sollen auch unsere Toten Stätten der Hoffnung Raum geben, dass wir uns im Jenseits wieder sehen, auf unseren Friedhöfen und im Augenblick unserer Grabmäler soll die warme Herzensstimmung eines stillen, gottergebenen Schmerzes treuen Gedenkens und zuversichtlichen Hoffens hersehen. Betrete ich unseren Friedhof, so fällt mir vor allem etwas auf. Ein jeder, ob arm oder reich hat seinen Stein. Früher war das anders als noch schmiedeiserne, zum Teil auch in Holz geschnitzte Grabdenkmäler die überzahl hatten. Mit dem Friedhofsneu- und Erweiterungsbau sind diese ganz verschwunden. Kreisheimatpfleger Theo Bayer, aus Dietfurt, meinte nach Fertigstellung desselben, wir hätten eine Steinwüste gebaut, seiner Meinung nach hätten wir nur einfache Grabhügel mit viel Grün anlegen sollen, was aber wegen der bekannten Platznot nicht ging, sowie auch aus Gründen der Pflege einer solchen Anlage. Entgegen seiner Ansicht haben wir im Blumen- und Gartenschmuckwettbewerb des ehemaligen Landkreises Riedenburg im Jahre 1970 den ersten Preis: für den Friedhof in Altmühlmünster erringen können.
 Seit Auflösung des Landkreises Riedenburg bzw. Einkreisung zum Kreis Kelheim im Jahre 1972 hat es bisher keinen solchen Wettbewerb mehr gegeben. Schade. Unserem ehemaligen Landrat Franz Lang, Riedenburg, heute noch herzlichen Dank für seine Initiative um einen von Ihm geschaffenen und einem der schönsten ehemaligen Landkreise im Lande Bayern.
Deising am 24. Februar 1979

Beitrag zur Baugeschichte.
In Weiterführung und Ergänzung zur Kirchenbaugeschichte wäre der Einbau einer Kirchenheizung, sowie die Vollendung des oberen Friedhofes nachzutragen.
Zunächst aber mussten die Restschulden des Friedhofserweiterungsbaues getilgt werden, bevor man die genannten Maßnahmen realisieren konnte. Die lange Krankheit durch ein schweres Kriegsleiden bedingt und das schnelle und unverhoffte Ableben von H. Herrn Pfarrer Mulzer im Jahre 1970 ließen darüber hinaus eine Verzögerung der anstehenden Maßnahmen eintreten. Die Pfarrei ist während dieser Zeit vom H. Herrn Geistlichen Rat Franz, Xaver Schmid aus Beilngries seelsorgerisch betreut worden.
Mit Wirkung vom 01.07.1970 wurde die Pfarrei vom Direktor des Franziskanerklosters Dietfurt, H. Herr Pater Werinhard Zimmerer betreut. Pater Zimmerer betreute zugleich die Pfarrei Mühlbach, sowie Griesstetten, eine Filiale von Altmühlmünster. Während seiner Wirkungszeit bis 30.09.1976 in Altmühlmünster konnten also obige Maßnahmen realisiert werden. Die Kirchenheizung verursachte einen Kostenaufwand von über 30.000.00 DM, die Vollendung und Fertigstellung des oberen Friedhofes 10.000.00 DM. Eine Leistung also die sich sehen lassen kann und Respekt verdient zumal die Kirche kein eigenes Einkommen hat, außer Opfergelder, Spenden und ein paar Mark Wiesenpachtzins. Vor Einbau der Kirchenheizung (die Kosten waren bekannt) fragte ich gelegentlich einmal H. Herrn Geistl. Rat Schmid (zu dem pflegte ich auch noch seiner Zeit in Altmühlmünster, längere Zeit Kontakte in Sachen Heimatforschung) was er denn von einer, so teueren Kirchenheizung hielte.“ Oh mein,  Bürgermeister, sagte er, das ist rausgeschmissenes Geld, eine kurze Kirche (Gottesdienst) wäre da viel besser. Außerdem kann das Heizöl auch teurer werden und damit hatte er Recht, damals kostete der Liter Heizöl 15 Pfennig, heute über 50 Pfennig. Ein echtes Original war er schon der Herr Geistliche Rat, mit seinem Goggomobil fuhr er jeden Sonntag und auch wochentags von Beilngries nach Altmühlmünster um Gottesdienste abzuhalten.
Seine Sonntags  Kurz- Kirchen, sie dauerten keine halbe Stunde, fanden bei den männlichen Kirchgängern insbesondere bei den Frühschopplern sehr großen Anklang, im Gegensatz zu den weiblichen. Fürwahr: Bei dieser Sachlage hatte es keiner Kirchenheizung bedurft. In dieser Zeit wurden auch die Kirchenstühle gepolstert, sowie die Orgel erneuert.
Deising 12. August 1979
Nachdem schon im Jahre 1965 das altherkömmliche Läuten der drei Glocken mit Hanfseilen auf Elektrobetrieb umgestellt wurde, ist nunmehr auch das tägliche Uhraufziehen von der Technik eingeholt worden. Für den alten Mesner Sixtus Mayer sicher eine große Entlastung, tagtäglich musste er den beschwerlichen Weg über die Treppen hoch zum Uhrwerk steigen um dieses aufzuziehen. Seit Februar 1980 ist die Anlage ebenfalls auf Elektrobetrieb umgestellt. Gleichzeitig wurden auch die drei Zifferblätter renoviert. Die Kosten betrugen rund 12.000.00 DM.
Dezember 1980

Spenden eines Jahres für neuen Hochaltar.
So lautet die Überschrift in der Lokalausgabe unserer Heimatzeitung der Donau Kurier vom April 1961. Zwanzig Jahre also sind es schon seit den umfangreichen Renovierungsarbeiten im Inneren unserer Pfarrkirche. Von einem gelungenen Werk, wie es damals hieß, kann heute nach über zwei Jahrzehnten wohl kaum die Rede mehr sein. Im Gegenteil, noch heute ist der größte Teil aller Pfarrangehörigen der Meinung, dass die Kirche vor der Renovierung viel schöner gewesen ist. Der gotische Hochaltar sowie die zwei vorderen barocken Seitenaltäre wurden damals entfernt. Es steht mir gewiss nicht zu, die Entscheidung unseres damaligen H. Herrn Pfarrers Friedrich Nagl im nach hinein zu kritisieren, wohl aber die Kirchengeschichtlichen und Baulichen Veränderungen niederzuschreiben schon der nachfolgenden Generation wegen. Es sind also historische Gründe weshalb ich nach so langer Zeit und reiflicher Überlegung auf die damaligen Vorgänge eingehen möchte.
Wie immer bei allen Kirchenrenovierungen standen auch in der Pfarrkirche die Planungs- und Entwurfsarbeiten unter Leitwirkung des Bayr. Landesamts für Denkmalspflege, sowie der beiden Kirchenmaler Preiß aus Parsberg und Lauterbach von Regensburg im Vordergrund. Die Kirchenverwaltung selbst hatte so gut wie überhaupt kein Mitspracherecht, dafür sorgte schon Herr Pfarrer Nagl, bekannt wegen seiner autoritären Einstellung. Der Anfang dieser damals gepriesenen Kirchenentrümpelung war also gemacht. Was dabei herauskam ist sichtbar und führt heute noch manchmal zu hitzigen Debatten. Und nun zum eigentlichen Vorgang, wobei eine kurze Darstellung über das frühere Aussehen des Kircheninnern bezüglich der entfernten Altäre vonnöten scheint.
Beschreibung:
Ursprünglich eine romanische Anlage, im 15. Jahrhundert (1586) erfolgt unter dem gelehrten Commenthur Johannes Myridius eine Erweiterung und Restaurierung der Klosterniederlassung, dabei wurde die Kirche mit gotischem Chor Altarraum), Sakristei und zwei Seitenkapellen ausgestattet.
Im Jahre 1677 Neuerrichtung des Hochaltares (Beschreibung fehlt) welcher im Jahr 1887 wegen völliger Baufälligkeit durch den von Herrn Pfarrer Weiß beschafften und von Pfarrer Friedrich Nagl 1960 entfernten, ersetzt wurde. Ich gehe davon aus, dass damals (1887) das gotische Presbitorium den Ausschlag für die Beschaffung eines ebenfalls gotischen Hochaltares gegeben hat und somit eine harmonische Einheit das Chor- und Altarraumes hergestellt wurde. Unverständlich also weshalb dieser schöne neugotische Hochaltar mit seinen aufwärts strebenden Säulen und Türmchen, verziert mit vielen Kreuzblumen aus Holz, Krabben und sonstigen Schnitzwerk, einem zeitgemäßen Altarblatt weichen musste. Sein eleganter Aufbau bis in Höhe der gotischen Spitzbogenfenster, gab der Kirche ein wirklich imposantes und stattliches Aussehen. Schade dass er abgebrochen und verbrannt wurde.
Die Alleinverantwortung hierfür muss einzig Herrn Pfarrer Nagl angelastet werden, da nur sein Werk (neues Altarblatt) Geltung haben sollte. Das einzige was von diesem schönen Altar übrig blieb ist die St. Johannes Figur in der Mittelnische des jetzigen Altarblattes, welches das Leben des hl. Johannes darstellt. Als weitere Folge der Umgestaltung erfolgte ebenfalls die Entfernung der beiden vorderen Seitenaltäre. Diese barocken, kunsthistorisch sehr wertvollen Altäre waren ganz in Holz geschnitzt und sind nach einer Anmerkung in" Kunstdenkmäler Bayerns" samt Figuren ins 17. Jahrhundert zu setzen. Bis dahin zierten die Kirche die damals nach erhaltenen mittelalterlichen Schrein- Altäre. In den Malteserordens Literaturen um 1680 werden diese als "ganz schlecht und altfränkisch gemacht", bezeichnet. Wie schon vermerkt sollte nur mehr das neue Altarblatt Mittelpunkt der Kirche sein und den Blick eines jeden Kirchenbesuchers auf sich ziehen. Aus diesem Grund, es gibt keinen anderen, hat man eben die viel schöneren und wertvolleren Seitenaltäre aus der Kirche entfernt. Einer davon wurde an die Kirche nach Willenhofen bei Parsberg verschachert, wo er die dortige Kirche als Hochaltar ziert. Der andere an die Kirche in Hohenschambach bei Hemau. Vermutlich hatte damit der Kirchenmaler Preiß aus Parsberg zu tun, er wohnt ja in der dortigen Gegend. Was uns mit dieser Renovierung verblieben ist, ist eine leere Kirche.
Deising, am 20.01.1980
Dekanatswallfahrt 1981.  
Die siebte Dekanatswallfahrt des Dekanats - Riedenburg fand in diesem Jahr am 20. September 1981 statt. Die Veranstaltung stand unter dem Motto und Leitwort des Eucharistischen Weltkongresses. "Jesus Christus, das Brot, gebrochen für eine neue Welt".
Über 2000 Gläubige des Dekanats Riedenburg beteiligten sich an der diesjährigen Wallfahrt nach Altmühlmünster. Mit zahlreichen Bussen wurden die Wallfahrer aus dem Dekanat nach Meihern gebracht, von dort aus pilgerten sie in einer Prozession betend und singend zum Zielort Altmühlmünster. Auch zahlreiche Priester und Ordensschwestern waren im Zuge zu sehen. Am Freialtar vor dem Pfarrhof hielt der Männerseelsorger der Diözese Regensburg,
Domkapitular Prälat Alois Reindl die Festpredigt sowie den Gottesdienst in Konzelebration mit seinen Amtsbrüdern aus dem Dekanat Riedenburg. Um allen Gläubigen die Möglichkeit zu geben, an der Wallfahrt teilzunehmen, wurden von allen Pfarreien aus Buslinien eingerichtet. Pfarrer Dietmar Schindler, sein Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung hatten beschlossen, den Erlös der Kollekte für die Polenhilfe zur Verfügung zu stellen. Gespendet wurden 1972.50 DM.
Auszug aus der Festpredigt.
Festprediger Domkapitular Reindl überbrachte Eingangs die Segenswünsche des Apostolischen Administrators der Diözese Regensburg, Altbischof Rudolf Graber und der Weihbischöfe. Die Pilger machte der Prälat darauf aufmerksam, dass das Motto der Dekanatswallfahrt Thema des 42. Eucharistischen Weltkongresses in Lourdes im Juli gewesen sei. Reindl: „Auch in die heutige Wallfahrt nehmen wir diese Wahrheit hinein, um sie wieder neu zu erfahren und zu lieben, denn unser Glaube lebt aus dem Zeugnis. Niemand anderes als wir sind es die diese neue Zeit und die neue Welt darstellen sollen!
Als weitere Gedanken führte der Festprediger an!
"Gott ist bei uns - Gott wirkt in dieser Welt - Gott liebt unsere Zeit". Prälat Reindl verwies auf das Johannesevangelium. Es lade dazu ein, das Wort für uns ernst zu nehmen, der Vater solle in uns Platz finden und wir in ihm sein, damit wir aus dem Geist heraus, der Welt ein neues Gesicht der Wahrheit und der Gerechtigkeit, der Liebe und der Barmherzigkeit geben. Die trennenden Linien zwischen den Menschen, gezogen von Neid, Geiz und Hartherzigkeit, geprägt von Versuchung und Verführung sollten ausgelöscht werden, so wie auch wir beten, dass der Eiserne Vorhang, der unser Vaterland, der unser ganzes Europa zerteilt, durchlässig und letztlich beseitigt wird.
Die hl. Eucharistie, so fuhr der Prediger fort, soll uns die Augen für die Wahrheit öffnen, damit Jesus inmitten unserer Zeit gegenwärtig wird - jetzt auf diesem Platz, wenn wir Priester in seinem Auftrag die großen Worte sprechen dürfen: "Das ist mein Leib, das ist mein Blut....".
Prälat Reindl formulierte dann die Bitten an Gott, die den Menschen von heute bewegen, in einer Welt und Zeit voller Brutalität, Ungerechtigkeit und Lieblosigkeit. Das Zwiegespräch mit Gott gebe die Kraft, durch diesen zu wirken, die Antworten auf die Probleme unserer Zeit zu finden. Reindl: "Wir sind es die den Hungrigen helfen müssen, damit sie einen Weg der Hoffnung finden. So verstehen wir das Thema: Jesus Christus, das Brot gebrochen, für eine neue Welt“!
Der feierliche Gottesdienst wie auch die Festpredigt, von der ich nur auszugsweise berichtete, wurde von allen Anwesenden sehr nachhaltig aufgenommen. Umrahmt wurde dieses Erlebnis von der Mühlbacher Blaskapelle.
Erster Dekanatsvorsitzender Franz Krupka aus Mendorf dankte nach dem Gottesdienst besonders dem Festprediger, den Geistlichen, den Ordensschwestern, sowie allen Gläubigen für die zahlreiche Beteiligung an dieser 7. Dekanatswallfahrt. Im Namen des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung Altmühlmünster lud er die Geistlichen zu einer kleinen Stärkung ins Gasthaus Gerstner. In beiden Gaststätten herrschte Hochbetrieb, zumal der liebe Petrus das anfänglich schlechte Wetter in Sonnenschein umwandelte,
Deising am 28, September 1981. Johann Lehmeier

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