Eingebettet in eines der schönsten und reizvollsten Flusstäler Bayerns liegen die Ortschaften Meihern u. Deising. Unweit davon in einem kleinen und malerischen Seitental des Altmühltales versteckt finden wir Altmühlmünster, das mit den genannten Orten und den dazugehörigen Weilern und Einöden Flügelsberg,St. Gregor, ,Laubhof, Ambergerhof und Mühltal zugleich auch Sitz der Pfarrei Altmühlmünster ist.
Recht schicksalsträchtig und bewegt zeigt sich die Geschichte unserer Heimatorte in den vergangenen Jahrhunderten. Die frühe Besiedlung unseres Gebietes hat sicherlich des milden Klimas wegen wie auch das Vorkommen zahlreicher Wasserquellen, fruchtbare Talgründe und nicht zuletzt im großen Fisch- und Wildreichtum ihre Ursache. Schon in der Eiszeit war unser Tal bewohnt. An der unteren Altmühl sind zu nennen das Schulerloch bei Oberau, in Neuessing die Klausen, die Kastlhänghöhle sowie die Fischleitenhöhle bei Meihern, links der Altmühl Richtung Mühlbach.
Sie wurde in den Jahren 1917/18 von Prof. Dr. Birkner, München, eingehend erforscht. Anhand der gemachten Funde konnte er feststellen, dass sie bereits Moustier und Aurignakleuten, letzteren allerdings nur vorübergehend als Wohnung diente

Urkundlich wird Meihern, genannt Flügelsberg, erstmals im Jahre 1240 erwähnt. Dietrich Schenk der I., dem Adelsgeschlecht der Grafen von Hirschberg entstammend, war Erbauer der „Flügelsburg“. Da er ein treu ergebener Ritter Kaiser Ludwigs war, wurde er von diesem reich belohnt. Neben Flügelsberg Meihern erhielt der Schenk auch das Gut Kramertshausen, den heutigen Weiler Blauhof bei Zell zugesprochen. 1334 vermachte sein Sohn Dietrich Schenk II. diesen seinen Besitz mit allem Nutzen dem Kloster Altmühlmünster. Darüber hinaus hatten die Schenken auch große Besitzungen in ,Hainsberg, Töging, Eutenhofen sowie in der Grafschaft Scheiern. 1352 gibt Schenk Ludwig von Flügelsberg einen Hof zu Holzharlanden dem Kloster Weltenburg.
Zwei alte Grabplatten in der Pfarrkirche zu Altmühlmünster erinnern an dieses alte Geschlecht. Eine der Platten ist gesetzt für Schenk Dietrich II. mit eingemeißeltem Kreuz und Flügel im Wappenschild(1347).Die zweite Grabplatte verewigt Dietrich Schenk III, (1374- 1403) unter welchem die Burg ihre Blütezeit erlebte. Bereits 1347 überläßt „Elspet“, die Witwe von Dietrich II. einen Teil von Flügelsberg ihrer Tochter Margaretha, die mit Konrad dem Muracher vermählt ist. Um 1410 wird die Veste Flügelsberg ganz Eigentum der Ritter von Murach, auch Muhrherren zu Flügelsberg genannt.
Dieses aus der nördlichen Oberpfalz ,aus dem Hause Murach bei Nabburg stammende Adelsgeschlecht, war in der ersten Hälfte des 15.Jahrhunderts auch Herr über die Veste Eggersberg. 1460 heiratete „Sidonia v. Murach“, Tochter des Friedrich v. Murach, den Ritter Hans v. Parsberg, damit kam Flügelsberg zu einem Teil in den Besitz der Parsberger, die anderen zwei Teile gehörten noch Christoph v. Murach.1480 heiratete des alten Parsberger Sohn, Hans, eine Ursula v. Murach, „und bracht also Flügelsperg gar zusammen“.

71 Jahre lang ,von 1577 bis Ende des Dreißigjährigen Krieges1848 waren die Grafen von Seiboldsdorf „Herr über die Meyer“ danach folgten die Muggenthaler zu Hexenagger, von 1648 bis 1683. Ihre Stammburg ist „Mugkendal“, Gemeinde Pirkhof, Landkreis Oberviechtach. Um diese Zeit (1683) heiratet eine Muggenthaltochter wiederum in die Dynastie derer von Seiboldsdorf und „Disetwegen wieder auf die Meyer zurückzukehren.“
Ihr Gemahl, Franz Graf von Seiboldsdorf, verkauft im Jahre 1711 seine durch Heirat erworbene Hofmark Flügelsberg-Meihern an den Fürstbischof zu Eichstatt, dem Freiherrn Johann Anton von Knebel und Katzenellenbogen um 90000 Gulden. Von da an blieb die Hofmark Meihern Eigentum des Hochstifts Eichstätt bis zur Zeit der Allgemeinen Säkularisation 1803/06, wo sie Bayerisches Staatsgut wurde

“.Drei Schicksalsschläge haben der Burg schwer zugesetzt.:
Bei den Streitigkeiten der bayerischen Herzöge im Jahre 1290 zwischen Ludwig dem Strengen v. Oberbayern und seinen Gegnern Otto, Ludwig und Stephan v. Niederbayern, wurde die Flügelsburg schwer beschädigt. Ob es verwandtschaftliche Bande  oder Steuerliche Gründe waren, die den Burgherren Schenk veranlaßten,sich auf die Seite der Niederbayern zu schlagen, sind nicht genau bekannt. Fest steht jedoch, dass er bei diesen Auseinandersetzungen schweren finanziellen  und materiellen Schaden  erlitt, welchen er durch eigene Raubzüge gegen Ludwig dem Strengen zu mildern versuchte. Dabei gerieten viele seiner Leute, überwiegend die aus Eutenhofen, in Gefangenschaft. In dem Bemühen, diesem schrecklichen Treiben ein Ende zu machen, erreichte der Bischof von Regensburg durch Vermittlung eine für beide Parteien annehmbare Regelung, welche unter anderem folgenden Wortlaut hatte: „Wir schaiden euch, das sich der Schenk von Flügelsberg des Schadens unterwündt mit Raitung und mit Werung, und die Herzoge geben im sechzig Pfund. Wir wollen auch, das der Herzog Ludwig durch seyn Gnad den Schaden verkhies,den im der Schenk getan hat an Raub oder an Pranndt, das sol im der Schenk abverdienen an und der Gefangenen Schaden, da soll auch der Herzog Ludwig die Eytenhofer dem Schenken lassen in vierzehn Tagen.

1446 durch die Nürnberger auf dem Rachefeldzug gegen die Raubritter:

Ein Auszug aus der bayer.Cronica von 1561 besagt: „Dieser Zeit nehret sich der Adel in Bayern aus dem Stegreif“ (Raubrittertum).
Der letzte der Schenken Christoph v. Flügelsberg, hatte scheinbar keinen Einfluß mehr auf die Muracher die sich zu dieser Zeit durch ihre Raubzüge und Fehden in der ganzen Gegend eines gefürchteten Rufes erfreuten. Konrad, der Muracher auf Flügelsberg wird in der Fehde mit Heydeck von diesem von 1385 bis 1394 gefangengehalten. Ulrich raubt 1407 Augsburger Kaufleute aus. Jörg,Friedrich und Erhart von Murach überfallen 1437 sogar die Pfalzbayerische Herrschaft Helfenberg bei Velburg und berauben sie. Dabei kam ihnen der Umstand zugute, dass der Besitzer  Kurfürst Ludwig III. im Dezember 1436 verstorben war. Ein besonders lohnendes Objekt für Raub- und Beutezüge waren auch die Handelsstraßen von Regensburg über Hemau nach Nürnberg und selbstverständlich auch der Handelsweg vor ihrer Haustür, nämlich die Route Abensberg-Kelheim-Nürnberg durch das Altmühltal, wobei in erster Linie Nürnberger Kaufleute die Leidtragenden waren.Das Jahr 1446 brachte schließlich das Faß zum Überlaufen. Die Nürnberger erklärten den Raubrittern den Krieg!
Im gleichen Jahr noch erscheint ein Vergeltungsheer und brennt die Flügelsburg nieder, welche aber später wieder aufgebaut wurde. Das gleiche Schicksal erleiden die Ritter zu Altmannstein und Hagenhyl.

Im „Löwlerkrieg“

Herzog Albrecht IV. welchen die Geschichte den Weisen nennt, schrieb im Jahre 1488 eine allgemeine Steuer aus, um dadurch ein ständiges Heer werben und besolden zu können. Der niederbayerische Lehensadel, darunter auch die Parsberger zu Flügelsberg, auf seine in alten Freibriefen gestützten Rechte pochend, lehnte diese Steuerverordnung ab und forderte für ihren Stand die völlige Steuerfreiheit. Herzog Albrecht aber wies diese Forderung energisch zurück.
Daraufhin versammelten sich in Cham 46 Ritter und gründeten den Bund der„Löwenritter“, mit der Zielsetzung, sich offen gegen den Herzog zu erheben. Die Zahl der Löwenritter vermehrte sich schnell, die Spaltung im Lande wuchs mit jedem Tag. Sogar die jüngeren Brüder des Herzogs traten dem Löwlerbund bei, da der Herzog auch ihre Machtansprüche nicht anerkannte. Die Ritter, aufgrund ihrer vermeintlichen Übermacht  von Siegeshoffnungen erfüllt, wagten im Oktober 1491 den offenen Aufstand gegen Herzog Albrechts Besitzungen im Regensburger Land. Sie überfielen Albrechts Güter und Dörfer bei Regensburg, plünderten sie aus uns nahmen seine Leute gefangen. Indes sammelte der Herzog all seine Getreuen und Verbündeten um den Aufstand niederzuwerfen. Mit einer 2000 Mann starken und mit 30 Geschützen ausgerüsteten Streitmacht zog er am 21.Dezember 1491 von München nach Regensburg um dem frevelhaften Tun und Treiben der Löwenritter ein Ende zu setzen. Nachdem im Regensburger Raum die Ordnung wieder hergestellt war, zogen die „Herzoglichen“ weiter nach Prunn, Riedenburg, Eggersberg, Flügelsberg und Ehrenfels bei Beratzhausen. Flügelsberg war übrigens Hauptsitz der Löwenritter und hatte die stärkste Besatzung erhalten, zu deren Unterhalt Speisen und Getränke in Fülle herbeigeschafft worden waren, welche von den überfallenen herzoglichen Dörfern stammten.
Kurz vor Beginn des eigentlichen Kampfgeschehens trafen sich die Löwenritter noch auf Burg Prunn, dessen Burgherr Wolf der Fraunberger war, um Krigsrat zu halten. Dieser hatte Kunde von des Herzogs Erfolgen und riet deshalb zur Aufgabe des ungleichen Kampfes. Die stolzen und vom Irrwahn befallenen Ritter, insbesonders die Flügelsberger Hans und Georg v. Parsberg wollten davon nichts wissen, vielmehr überschütteten sie den Fraunberger nur mit Spott und Hohn wegen seiner, aus Sicht der Ritter, vermeintlichen Feigheit . Die bittere Erkenntnis, daß der Fraunberger zu Prunn nur allzu Recht hatte, mussten die Flügelsberger eine Woche darauf am eigenen Leibe erfahren.
Im Gegensatz zum Fraunberger, der sich kampflos dem Herzog ergab, und dessen Burg heute noch steht, konnten die Flügelsberger ihre Burg nicht retten. Am gleichen Tage noch zogen die Herzoglichen weiter nach Riedenburg und bezogen dort Nachtquartier. Beim Morgengrauen des nächsten Tages teilte der Herzog seine Streitmacht in drei Kampftruppen auf. Eine derselben drang in der Einsattelung zwischen der Riedenburg(Rosenburg) und dem Tachenstein hinauf zur Hochfläche von Burg Eggersberg, dessen Burgherr Ritter Veit Muggenthaler war, um sie von oben her anzugreifen.

Zuvor aber wurde Burg Rabenstein im Handstreich genommen, sein Besitzer, der Ritter Hans Plug von Rabenstein wurde dabei gefangen genommen. Währenddessen zogen die beiden anderen Einheiten talaufwärts gegen Eggersberg und Meihern. Bei Gundlfing zweigte eine starke Abteilung ab, welche die Aufgabe hatte, Flügelsberg von Norden her einzuschließen und eine wirksame Beschießung vorzubereiten.
Zur selben Zeit wurde Eggersberg von beiden Seiten berannt und nach geringer Gegenwehr erstürmt. Vorausabteilungen waren bereits im Gebiet von Meihern und Deising versammelt, um sich auf die schwere Aufgabe, die Flügelsburg zu nehmen, vorzubereiten, damit die Abteilung, die von Norden her nach Gundlfing kam, sich auf Schussweite nähern konnte, veranstaltete man im Heerlager, das sich unweit der Höfe nahe der Altmühl befand, ein unbekümmertes und ausgelassenes Treiben.
Von den umliegenden Gehöften wurden Bier, Wein, Fleisch und Brot herbeigeschafft, um so den Eindruck zu erwecken, man beabsichtige keine weitere Kampfhandlung. Die Ritter auf der Flügelsburg durchschauten diese Kriegslist nicht und lehnten ein Ultimatum von Herzog Albrecht ab. In der trügerischen Meinung, ihre Burg wäre uneinnehmbar, beantworteten sie ein zweites Ultimatum nur mit Hohngelächter. Damit war das Schicksal der Flügelsburg besiegelt.
Auf das vereinbarte Zeichen hin und dem Schlachtruf „Frisch auf“  (Name des Meiherner Dolomitfelsens) wurde die Burganlage, welche sehr weitläufig gewesen sein muß, von allen Seiten beschossen und berannt. Erst am dritten Tage (6.1.1491), nachdem die Reihen der Verteidiger durch zahlreiche Ausfälle schon arg gelichtet waren, gelang es den Sturmtruppen des Herzogs, ebenfalls unter großen Verlusten, den dritten und letzten Abschnittsgraben zu überwinden und den Rest der Besatzung in den Burghof zurückzudrängen. Dabei gab es nochmals ein kurzes und fürchterliches Gemetzel.
Aufgrund der zu großen Übermacht musste die mit „Löwenmut“ kämpfende Restbesatzung den ungleichen Kampf aufgeben. Neben den beiden Rittern Hans und Georg v. Parsberg wurden noch 18 Knappen und Landsknechte gefangengenommen.
Der Hausrat der Ritter wurde auf 12 schwerbeladenen Wagen nach Dietfurt gefahren und dort der Obhut der Bürgerschaft übergeben. Die Parsberger aber wurden gefesselt und an einen Pferdewagen gebunden. Sie mussten zu Fuß den Marsch in die Gefangenschaft nach München antreten, wo sie ein Jahr lang im Falkenturm eingesperrt wurden. Ihre Burg aber wurde, nachdem alles brauchbare entfernt war, in Brand gesteckt.


Nachdem dies alles geschehen war, zogen der Herzog und seine Truppen weiter nach Burg Ehrenfels bei Beratzhausen, um den letzten der aufständischen Löwenritter, Bernardin von Stauff zu Ehrenfehls, mit dem gleichen Schicksal zu bestrafen. In diesem nur 30 Tage währenden Winterfeldzug hatte Herzog Albrecht IV. die Schuldigsten der aufständischen adeligen Ritter furchtbar gezüchtigt und des gesamten Löwlerbundes Mut und Stärke gebrochen. Sie unterwarfen sich einzeln dem Landesfürsten und dieser nahm sie alle wieder in Gnaden auf. Von da an wurde es um die Parsberger recht still. Anstelle der zerstörten Flügelsburg bewohnten sie nunmehr ihren Meyer-Hof zu Füßen des Berges in Meihern, bauten diesen zu einem ansehnlichen Wohnschloß um und nannten sich fortan „Herren von Meyern“, genannt Fligelsperg.(in Ableitung: Meyer-Herren, heute Meihern).

1577 stirbt der letzte Parsberger zu Flügelsberg: Joachim v. Parsberg. Seine Tochter Regina heiratet den Grafen Christoph von Seiboldsdorf. 1606 erbauen die neuen Hofmarkinhaber anstelle der bis dahin noch benützten St. Thekla Kapelle auf dem Flügelsberg, (das einzige Bauwerk welches bei der Zerstörung der Flügelsburg verschont blieb) anlässlich einer grassierenden Sterbsucht, auch die Pest genannt, in Nähe des herrschaftlichen Schlosses zu Meihern und zu Ehren der heiligen Regina (Name der Hofmarksinhaberin) die St.Regina Kapelle ,wohl als Pestgelöbnis.

1446 durch die Nürnberger auf dem Rachefeldzug gegen die Raubritter:

Ein Auszug aus der bayer.Cronica von 1561 besagt: „Dieser Zeit nehret sich der Adel in Bayern aus dem Stegreif“ (Raubrittertum).
Der letzte der Schenken Christoph v. Flügelsberg, hatte scheinbar keinen Einfluß mehr auf die Muracher die sich zu dieser Zeit durch ihre Raubzüge und Fehden in der ganzen Gegend eines gefürchteten Rufes erfreuten. Konrad, der Muracher auf Flügelsberg wird in der Fehde mit Heydeck von diesem von 1385 bis 1394 gefangengehalten. Ulrich raubt 1407 Augsburger Kaufleute aus. Jörg,Friedrich und Erhart von Murach überfallen 1437 sogar die Pfalzbayerische Herrschaft Helfenberg bei Velburg und berauben sie. Dabei kam ihnen der Umstand zugute, dass der Besitzer  Kurfürst Ludwig III. im Dezember 1436 verstorben war. Ein besonders lohnendes Objekt für Raub- und Beutezüge waren auch die Handelsstraßen von Regensburg über Hemau nach Nürnberg und selbstverständlich auch der Handelsweg vor ihrer Haustür, nämlich die Route Abensberg-Kelheim-Nürnberg durch das Altmühltal, wobei in erster Linie Nürnberger Kaufleute die Leidtragenden waren.Das Jahr 1446 brachte schließlich das Faß zum Überlaufen. Die Nürnberger erklärten den Raubrittern den Krieg!
Im gleichen Jahr noch erscheint ein Vergeltungsheer und brennt die Flügelsburg nieder, welche aber später wieder aufgebaut wurde. Das gleiche Schicksal erleiden die Ritter zu Altmannstein und Hagenhyl.

Im „Löwlerkrieg“

Herzog Albrecht IV. welchen die Geschichte den Weisen nennt, schrieb im Jahre 1488 eine allgemeine Steuer aus, um dadurch ein ständiges Heer werben und besolden zu können. Der niederbayerische Lehensadel, darunter auch die Parsberger zu Flügelsberg, auf seine in alten Freibriefen gestützten Rechte pochend, lehnte diese Steuerverordnung ab und forderte für ihren Stand die völlige Steuerfreiheit. Herzog Albrecht aber wies diese Forderung energisch zurück.
Daraufhin versammelten sich in Cham 46 Ritter und gründeten den Bund der„Löwenritter“, mit der Zielsetzung, sich offen gegen den Herzog zu erheben. Die Zahl der Löwenritter vermehrte sich schnell, die Spaltung im Lande wuchs mit jedem Tag. Sogar die jüngeren Brüder des Herzogs traten dem Löwlerbund bei, da der Herzog auch ihre Machtansprüche nicht anerkannte. Die Ritter, aufgrund ihrer vermeintlichen Übermacht  von Siegeshoffnungen erfüllt, wagten im Oktober 1491 den offenen Aufstand gegen Herzog Albrechts Besitzungen im Regensburger Land. Sie überfielen Albrechts Güter und Dörfer bei Regensburg, plünderten sie aus uns nahmen seine Leute gefangen. Indes sammelte der Herzog all seine Getreuen und Verbündeten um den Aufstand niederzuwerfen. Mit einer 2000 Mann starken und mit 30 Geschützen ausgerüsteten Streitmacht zog er am 21.Dezember 1491 von München nach Regensburg um dem frevelhaften Tun und Treiben der Löwenritter ein Ende zu setzen. Nachdem im Regensburger Raum die Ordnung wieder hergestellt war, zogen die „Herzoglichen“ weiter nach Prunn, Riedenburg, Eggersberg, Flügelsberg und Ehrenfels bei Beratzhausen. Flügelsberg war übrigens Hauptsitz der Löwenritter und hatte die stärkste Besatzung erhalten, zu deren Unterhalt Speisen und Getränke in Fülle herbeigeschafft worden waren, welche von den überfallenen herzoglichen Dörfern stammten.
Kurz vor Beginn des eigentlichen Kampfgeschehens trafen sich die Löwenritter noch auf Burg Prunn, dessen Burgherr Wolf der Fraunberger war, um Krigsrat zu halten. Dieser hatte Kunde von des Herzogs Erfolgen und riet deshalb zur Aufgabe des ungleichen Kampfes. Die stolzen und vom Irrwahn befallenen Ritter, insbesonders die Flügelsberger Hans und Georg v. Parsberg wollten davon nichts wissen, vielmehr überschütteten sie den Fraunberger nur mit Spott und Hohn wegen seiner, aus Sicht der Ritter, vermeintlichen Feigheit . Die bittere Erkenntnis, daß der Fraunberger zu Prunn nur allzu Recht hatte, mussten die Flügelsberger eine Woche darauf am eigenen Leibe erfahren.
Im Gegensatz zum Fraunberger, der sich kampflos dem Herzog ergab, und dessen Burg heute noch steht, konnten die Flügelsberger ihre Burg nicht retten. Am gleichen Tage noch zogen die Herzoglichen weiter nach Riedenburg und bezogen dort Nachtquartier. Beim Morgengrauen des nächsten Tages teilte der Herzog seine Streitmacht in drei Kampftruppen auf. Eine derselben drang in der Einsattelung zwischen der Riedenburg(Rosenburg) und dem Tachenstein hinauf zur Hochfläche von Burg Eggersberg, dessen Burgherr Ritter Veit Muggenthaler war, um sie von oben her anzugreifen.

Zuvor aber wurde Burg Rabenstein im Handstreich genommen, sein Besitzer, der Ritter Hans Plug von Rabenstein wurde dabei gefangen genommen. Währenddessen zogen die beiden anderen Einheiten talaufwärts gegen Eggersberg und Meihern. Bei Gundlfing zweigte eine starke Abteilung ab, welche die Aufgabe hatte, Flügelsberg von Norden her einzuschließen und eine wirksame Beschießung vorzubereiten.
Zur selben Zeit wurde Eggersberg von beiden Seiten berannt und nach geringer Gegenwehr erstürmt. Vorausabteilungen waren bereits im Gebiet von Meihern und Deising versammelt, um sich auf die schwere Aufgabe, die Flügelsburg zu nehmen, vorzubereiten, damit die Abteilung, die von Norden her nach Gundlfing kam, sich auf Schussweite nähern konnte, veranstaltete man im Heerlager, das sich unweit der Höfe nahe der Altmühl befand, ein unbekümmertes und ausgelassenes Treiben.
Von den umliegenden Gehöften wurden Bier, Wein, Fleisch und Brot herbeigeschafft, um so den Eindruck zu erwecken, man beabsichtige keine weitere Kampfhandlung. Die Ritter auf der Flügelsburg durchschauten diese Kriegslist nicht und lehnten ein Ultimatum von Herzog Albrecht ab. In der trügerischen Meinung, ihre Burg wäre uneinnehmbar, beantworteten sie ein zweites Ultimatum nur mit Hohngelächter. Damit war das Schicksal der Flügelsburg besiegelt.
Auf das vereinbarte Zeichen hin und dem Schlachtruf „Frisch auf“  (Name des Meiherner Dolomitfelsens) wurde die Burganlage, welche sehr weitläufig gewesen sein muß, von allen Seiten beschossen und berannt. Erst am dritten Tage (6.1.1491), nachdem die Reihen der Verteidiger durch zahlreiche Ausfälle schon arg gelichtet waren, gelang es den Sturmtruppen des Herzogs, ebenfalls unter großen Verlusten, den dritten und letzten Abschnittsgraben zu überwinden und den Rest der Besatzung in den Burghof zurückzudrängen. Dabei gab es nochmals ein kurzes und fürchterliches Gemetzel.
Aufgrund der zu großen Übermacht musste die mit „Löwenmut“ kämpfende Restbesatzung den ungleichen Kampf aufgeben. Neben den beiden Rittern Hans und Georg v. Parsberg wurden noch 18 Knappen und Landsknechte gefangengenommen.
Der Hausrat der Ritter wurde auf 12 schwerbeladenen Wagen nach Dietfurt gefahren und dort der Obhut der Bürgerschaft übergeben. Die Parsberger aber wurden gefesselt und an einen Pferdewagen gebunden. Sie mussten zu Fuß den Marsch in die Gefangenschaft nach München antreten, wo sie ein Jahr lang im Falkenturm eingesperrt wurden. Ihre Burg aber wurde, nachdem alles brauchbare entfernt war, in Brand gesteckt.


Nachdem dies alles geschehen war, zogen der Herzog und seine Truppen weiter nach Burg Ehrenfels bei Beratzhausen, um den letzten der aufständischen Löwenritter, Bernardin von Stauff zu Ehrenfehls, mit dem gleichen Schicksal zu bestrafen. In diesem nur 30 Tage währenden Winterfeldzug hatte Herzog Albrecht IV. die Schuldigsten der aufständischen adeligen Ritter furchtbar gezüchtigt und des gesamten Löwlerbundes Mut und Stärke gebrochen. Sie unterwarfen sich einzeln dem Landesfürsten und dieser nahm sie alle wieder in Gnaden auf. Von da an wurde es um die Parsberger recht still. Anstelle der zerstörten Flügelsburg bewohnten sie nunmehr ihren Meyer-Hof zu Füßen des Berges in Meihern, bauten diesen zu einem ansehnlichen Wohnschloß um und nannten sich fortan „Herren von Meyern“, genannt Fligelsperg.(in Ableitung: Meyer-Herren, heute Meihern).

1577 stirbt der letzte Parsberger zu Flügelsberg: Joachim v. Parsberg. Seine Tochter Regina heiratet den Grafen Christoph von Seiboldsdorf. 1606 erbauen die neuen Hofmarkinhaber anstelle der bis dahin noch benützten St. Thekla Kapelle auf dem Flügelsberg, (das einzige Bauwerk welches bei der Zerstörung der Flügelsburg verschont blieb) anlässlich einer grassierenden Sterbsucht, auch die Pest genannt, in Nähe des herrschaftlichen Schlosses zu Meihern und zu Ehren der heiligen Regina (Name der Hofmarksinhaberin) die St.Regina Kapelle
,wohl als Pestgelöbnis.

Diese Votivtafel hängt in der Wallfahrtskirche in Griesstetten
und ist ein Dank an die Gottesmutter die nach langen Fürbitten die Tochter der Schlossherrin Regina von Seiboldsdorf heilte.
Deshalb baute sie auch ein Kirchlein.

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