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Die Kirche in Deising

Das Dorf Deising wir das erste Mal urkundlich im Jahre 1230 erwähnt und wurde “Tivsingen genannt.
Die weltliche Gerichtsbarkeit wurde von den jeweiligen Besitzern aus Flügelsberg und Meihern ausgeübt.Ansonsten war aber die Kommende Altmühlmünster der bestimmende Faktor über Deising.Im Jahre 1680 stand neben der älteren Nikolauskirche auch noch eine zweite, die St. Petruskirche.
Für die erstgenannte wurde der Kirchenprobst von der Herrschaft in Meihern bestimmt. Für die Petruskirche war Altmühlmünster zuständig. Beide Kirchen waren aber Filialen von Altmühlmünster. Die heute noch stehende Kirche stammt aus der Frühzeit des 13. Jahrhunderts und trägt noch ein romanisches Ostfenster in dem mit gotischen Treppengiebeln verzierten Turm. Dem ungewöhnlich starken Mauerwerk nach zu schließen muß es eine Wehrkirche gewesen sein. Warum die untere Kirche nicht mehr steht ist nicht genau bekannt. Vermutlich wurde sie von Hochwasser so stark beschädigt, dass sie abgerissen werden musste. Aus der “Geschichte der Johanniter-Malteser Komturei” Altmühlmünster von Dr. theol. Georg Neckermann, Pfarrer von Mühlbach, geht  hervor, dass die noch stehende Kirche dem Hl. Petrus in Ketten konsekriert war. Der im Jahre 1970 verstorbene Pfarrer von Altmühlmünster, Hochw. Herr Pfarrer Edmund Mulzer stellte aber fest, dass die Kirche dem Hl. Petrus geweiht ist , da der Hochaltar in der Kirche aus der Barockzeit stammt  und  Petrus in den Ketten eines Gefängnisses zeigt. Der frühere Bürgermeister von Meihern und Geschichtsforscher Johann Lehmeier schreibt: Der Innenausstattung und den Heiligenstatuen zufolge ist aber mit Recht anzunehmen, dass die Kirche dem Hl. Nikolaus geweiht ist. Von Bischof Nikolaus finden sich 3 Darstellungen. 1 Bild auf Leinwand über dem Chorbogen, 1 Deckengemälde und neben dem Chorbogen eine wertvolle geschnitzte Holzstatue aus dem 15. Jahrhundert. Der andere Heilige ist St. Christophorus mit dem Jesuskind auf der Schulter und einem Baumstamm in der rechten Hand. Auch diese Figur stammt aus dem 15. Jahrhundert. Eine weitere interessante Darstellung zeigt das Altarblatt: die Befreiung des Hl. Nikolaus aus dem Gefängnis durch einen Engel. Im Jahre 1960 veranlasste der damalige Pfarrer von Altmühlmünster, Hochw. Herr Pfarrer Friedrich Nagl, neue Fenster einzusetzen. Auch das Innere der Kirche wurde nach den Weisungen des “Bayr. Landesamtes für Denkmalpflege” in München restauriert. Besonders der auf Blechtafeln gemalte Kreuzweg ist wertvoll und lädt zum besinnlichen Betrachten  des Leidensweges Christi ein.
Seit Generationen wird der Hl. Nikolaus als Patron von Deising verehrt und die Kirchweih, Weltlich und Kirchlich, am 6. Dezember gefeiert.
Der ehemalige Pfarrer von Altmühlmünster Ludwig Bayer, der die Pfarrei von 1990 bis zum Jahre 1996 leitete griff aber die alte Thematik wieder auf und weigerte sich, das Patrozinium am Nikolaustag zu halten. Die Gläubigen der Pfarrei wollten aber auf ihren gewohnten “Nikolaus” im Dezember nicht verzichten. 
Sogar eine bekannte Münchner Tageszeitung war auf die Streitigkeiten aufmerksam geworden und brachte folgende Schlagzeile: “Deutschlands dümmste Gläubige verehren den falschen Heiligen”.
Doch die “dümmsten Gläubigen” haben sich durchgesetzt und heuer findet wie eh und je die Deisinger Kirchweih an Nikolaus am  6. Dezember statt. Und weigert sich die Kirche wieder einmal, dann gehen die Gläubigen halt ins “Himmelreich”. So heisst nämlich ihr Wirtshaus.

P.S: Es ist wirklich eine Petruskirche.