Die Kirche in Meihern

Meihern
Durch Heirat kam die Hofmark Meihern an die Grafen von Seiboldsdorf. Regina, eine geborene von Parsberg, heiratete Christoph von Seiboldsdorf der das herrschaftliche Schloss von Meihern erweiterte. Im Jahre 1606-1607
erbaut Regina von Seiboldsdorf eine Kapelle neben dem Herrschaftlichen Schloss wohl als Pestgelöbnis einer damals grassierenden Sterbesucht. Das Kirchlein wurde ihrer Namenspatronin Regina geweiht. In jeder Quatemberwoche kam ein Ordenspriester aus Altmühlmünster und zelebrierte darin die Hl. Messe, wofür von der Herrschaft in der “Meyer” jedesmal 30 Kreuzer gereicht wurden. Auf dem Altar der Kirche waren 8 Wappen angebracht. Folgende Herrschergeschlechter waren darin verewigt: Derer von Parsberg, Pappenheim, Murach, Nothhaft, Ratzenriedt, Posserer, Westerstetten. Nachforschungen nach den vorgenannten Insignien blieben erfolglos. Wahrscheinlich fiel der Altar sowie die Kapelle selbst einem großen Sturzwasser das den Flügelsberg herunterkam zum Opfer.
Die Regina Kapelle wurde später am Fuß des Meiherner Berges neu aufgebaut.
Unzählige Male wurde sie renoviert, zuletzt im Jahre 2006.

Eine Votivtafel in der Kirche erzählt vom Unglück einer Regina Berschl, die von einer Kuh vom Felsen gestossen wurde und durch die Fürbitten zur Hl. Regina wieder geheilt wurde. ( Die Familie Berschl wohnte seit dem Jahre 1843 auf dem Flügelsberg, dem damaligen Berghotel und jetzigen Besitz von Günther Schlagbauer)

Die Pfarrei Altmühlmünster