Die 1. und letzte Kirche in St. Gregor

Sie stand in St.Gregor neben dem heutigen Anwesen Hosse und gehörte Franziska Donauer. Deren Sohn Helmut ertrank im Jahre 1954 in der Altmühl beim Meiherner Altwasser.

St. Gregor:
Die südöstlich von Flügelsberg auf der Hochfläche gelegene St.Gregor-Kirche, eine Filiale von Altmühlmünster, ein kleiner Barockbau wurde irgendwann zu einer Scheune umgewandelt. Um diese finster gemauerte Kirche, mit einem Altar der zum lesen der Hl.Messe benötigt wurde, kümmerte sich die Herrschaft von “Meyhern”. Als einzige Einnahmen konnte das Opfergeld verbucht werden. Das Patrozinium St. Gregori fällt auf den 12. März, dem Gedächtnistag des Hl.Gregorius. An diesem Tag war immer eine Hl.Messe. Am Pfingstmittwoch (Quatembermittwoch) jeden Jahres war große Wallfahrt nach St. Gregor. Die ganze Pfarrei Altmühlmünster mit ihren inkorporierten Filialen, sowie den Pfarreien Mühlbach und Jachenhausen beteiligten sich an dieser Prozession. Wann die Kapelle nicht mehr genutzt wurde, darüber findet sich kein Eintrag in den Akten. Zuletzt diente es als Stadel und Maschinenhalle. Eine Glocke im inneren und eine Figur des Hl. Gregorius in der nische aussen rechts neben dem Scheunentor waren die letzten verbliebenen Insignien des ehemaligen Gotteshauses.
Eine Abmachung wurde im Pfarramt gefunden, wonach diese St. Gregor Statue allen Angehörigen der St. Gregor Siedlung gehört. Die Figur wurde in den siebziger Jahren von den Anwohnern für ca. 3000
D-Mark renoviert. Im Jahre 1973 brannte die Scheune ab. Die Brandursache wurde nie geklärt.
Die St. Gregorius Statue wurde dabei von einem gemeinen Dieb gestohlen und ist seitdem spurlos verschwunden.

Die Pfarrei Altmühlmünster